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Die Ursache der Parkinsonerkrankung ist trotz intensiver Forschung bis heute nicht geklärt. Es gibt jedoch Hinweise dafür, dass genetische Veranlagungen eine Rolle spielen könnten. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung des Gehirns (Transkranielle Sonographie) lässt sich bei Patienten mit einer Parkinsonerkrankung eine typische Veränderung nachweisen, die auch bei einem Teil der gesunden Bevölkerung nachweisbar ist. Erste Untersuchungen lassen vermuten, dass dieses Ultraschallmerkmal auf einer erblichen Grundlage beruhen könnte, die zusammen mit vielen anderen, noch unbekannten Faktoren eine vermehrte Anfälligkeit für die Erkrankung bewirkt.
In einer von der dPV geförderten Studie, untersucht Frau K. Schweitzer in der Arbeitsgruppe von PD Dr. D. Berg den Erbmodus, d.h. wie dieses Merkmal innerhalb von Familien von Patienten mit Parkinsonerkrankungen weitergegeben wird. Wenn der Erbmodus bekannt ist, können weitere Untersuchungen bezüglich der Ursache folgen. Langfristiges Ziel ist der Einsatz einer noch frühzeitigeren, ursachenbezogenen Therapie.
Um den Erbmodus zu erkennen, ist es wichtig, möglichst viele große Familien zu untersuchen, d.h. Familien, in denen ein(e) Patient(in) Eltern und/oder mehrere Geschwister und/oder mehrere Kinder hat.
Eine Teilnahme an der Studie ist noch möglich.
Ansprechpartnerin: K. Schweitzer oder PD. Dr. D. Berg
Die funktionelle Magnet Resonanz Tomographie (fMRT) ist eine moderne Methode, um die Aktivität des Gehirns z.B. bei bestimmten Bewegungen zu messen und darzustellen. Im Vergleich zu anderen bildgebenden Methoden hat fMRT eine ungleich höhere räumliche Auflösung, die es uns erlaubt, selbst kleine Hirnnervenkerne in tiefen Gehirnregionen, wie z. B. Untereinheiten der Basalganglien, zu untersuchen. Da fMRT nicht - wie viele herkömmliche bildgebenden Methoden - mit radioaktiven Strahlen arbeitet und dafür auch keine Kontrastmittel verabreicht werden müssen, ist die Untersuchung mit praktisch keinen Risiken oder Nebenwirkungen für den Probanden verbunden. Diese Eigenschaften bieten besonders gute Voraussetzungen, um die Funktion von einzelnen Gehirnregionen bei Gesunden und Patienten zu vergleichen, ohne die Teilnehmer einem Risiko auszusetzen.
Für die fMRT-Untersuchung liegt der Proband ca. 30 Minuten in einem MRT-Gerät und führt einfache Bewegungen aus, die ihm vorgegeben werden. Während dieser Zeit messen wir die Veränderung des Sauerstoffverbrauchs in den einzelnen Gehirnregionen als Indikator für die Aktivität der dortigen Nerven. Wenn wir dann die Meßwerte der gesunden Probanden mit den Meßwerten der Patienten vergleichen, können wir feststellen, welche Gehirnareale bei den Patienten mehr und welche weniger als bei den gesunden Teilnehmern aktiviert sind. Zusätzlich können wir den Grad der Aktivierungsveränderung in den einzelnen Gehirnarealen mit dem Ausmaß bestimmter Bewegungsaspekte (z.B. Geschwindigkeit) korrelieren. Von den Ergebnissen kann dann abgeleitet werden, warum Bewegungen bei Parkinson Patienten z.B. langsamer sind. Dies hilft letztendlich die Erkrankung besser zu verstehen und gibt Hoffnung in Zukunft Therapien, wie Medikamente oder elektrische Stimulatoren, gezielter einzusetzen.
Ansprechpartner: Dr. T. Wächter